Anaphraseus 2.0
Das Programm Anaphraseus ist präzise formuliert eine (versuchte) Portierung des CAT-Programms Wordfast Classic (das mit Microsoft Office funktioniert) auf OpenOffice. Oder besser gesagt, es ist ein Versuch, dies zu erreichen, denn Anaphraseus – immerhin schon mit einem vergleichsweise langen Wikipedia-Artikel “geadelt” – bietet lange noch nicht so viele Funktionen wie ehedem Wordfast.
- Der Aufbau ist einfach, beinahe selbsterklärend, und grundsätzlich ist die Anwendung – profan formuliert eine OpenOffice-Erweiterung – schnell (aber Geschwindigkeit ist immer relativ). OpenOffice wird um eine Werkzeugleiste ergänzt (siehe Grafik), wobei jeder Befehl auch mithilfe eines Menüs und einer Tastenkombination ausgeführt werden kann. Ebenso wie die Anwendung schnell ist die Fülle an Funktionen eher begrenzt. Konkordanzsuche z. B.? Nicht wirklich.
- Plattformübergreifend – genauso wie OmegaT, Wordfast, Cafetran, Heartsome, Swordfish. Sehen wir einmal von den verhärmten Dogmatikern ab, die nur auf Linux setzen, ist diese plattformübergreifende Verwendung wohl in erster Linie für Mac-User interessant. Dieser Markt wird immer noch stiefmütterlich behandelt – sieht man einmal von Kilgray ab, das immerhin “offiziell” Support für memoQ unter Parallels anbietet.
- Veraltetes Konzept: Selbst SDL und Wordfast (Pro) gehen inzwischen den Weg der zweisprachigen Tabellenansicht. Übersetzung von Excel-Tabellen? PowerPoint-Präsentationen? Keine reelle Chance (theoretisch mit bestimmten Tools schon).
- Wenige Einstellungen kann man als Vor- oder Nachteil abwägen. Wir sind hier gemein und nennen es einen Nachteil, weil Übersetzer lieber an Dutzenden Stellrädchen ihrer Software drehen und keineswegs narrensichere Anwendungen benötigen.
- Anaphraseus ist für ein komplexeres Layout ungeeignet, weil die OO-basierte Funktion dieses garantiert zerschießt. Man mag ja Anhänger des ‘Open Source’-Gedanken sein, der Kunde allerdings bestimmt nicht, wenn er nach Rückgabe der Übersetzung eine geschlagene Stunde braucht, um das ursprüngliche Layout wieder herzustellen.
- Die Terminologiedatenbank kann programmintern erweitert, aber nicht bearbeitet werden. Aber auch ein Eintrag in die Datenbank – einer Textdatei – macht es erforderlich, zuerst den Begriff aus der Quellsprache und dann den Zielbegriff in ein Dialogfeld einzutippen. Etwas umständlich ist das schon …
- Unter Mac OS X landet der Cursor bei der Öffnung des neuen Segments immer zwei Teilen zu tief. So wird das nichts. Und wer im Dokument hin- und herscrollt, dem wird gerne mitgeteilt, dass nichts mehr zu tun sei, obwohl immer noch unübersetzte Segmente vorhanden sind.
- Kompatibel ist das Programm – das heißt das Format von TM und TB – in erster Linie zu Wordfast. Einschränkungen werden zwar erwähnt, aber nicht weiter erklärt. Der zweisprachige Text, der vor dem Entfernen des Ausgangstextes gespeichert wird, ist darüber hinaus zumindest mit memoQ kompatibel, und wahrscheinlich auch mit den meisten anderen CAT-Programmen, die mit diesem Format umzugehen verstehen – Trados 2009 gehört nicht dazu ….
Wer Anaphraseus verwenden mag, sollte dieses tunlichst nur bei simpel formatierten Fließtexten machen. Ob eine Oberfläche in Word wie bei Wordfast oder Metatexis (bei dessen Entwicklung sich derzeit scheinbar kaum noch etwas tut) besser oder vielleicht kreativer sein soll als die modernere Tabellenansicht, sei mal dahingestellt. Anaphraseus ist – ich wiederhole es gerne – der gutgemeinte Versuch eines Wordfast-Clones (und neben OmegaT das einzige ernsthafte ‘Open Source’ CAT-Tool), ohne aber an die Funktionsvielfalt von Wordfast heranzureichen. Und es steckt (noch) arg in den Kinderschuhen. So oder so steht und fällt dieses niedliche CAT – ähnlich wie OmegaT – mit der bei komplexer Gestaltung begrenzten Kompatibilität zwischen OpenOffice und Microsoft Office.
Update: Marc Prior hat mich inzwischen zu Recht darauf hingewiesen, dass OmegaT natürlich in der Lage ist, XML-basierte Dateien wie z. B. auch *.docx (MS Office 2007) ohne jeden Umweg über OpenOffice einzulesen und nach erfolgter Übersetzung zu exportieren.
memoQ 4.2
Bereits seit Anfang des Jahres ist memoQ in der Version 4.0 erhältlich, mittlerweile auch in der Version 4.2. memoQ ist ein Softwareprogramm zur compouterunterstützten Übersetzung – nennen wir es doch einfach CAT-Tool. An anderer Stelle wurde bereits früher Version 2.2 rezensiert. Auch diese Kritik bezieht sich auf memoQ translator pro – die Version für Einzelbenutzer – und nicht auf die aufwendigere Serverversion.
- memoQ 4.2 verfügt über eine Exportfunktion als zweisprachiges RTF, die – ich übertreibe ja gerne – ein absoluter Höhepunkt ist. Dokumente lassen sich in dieses Format exportieren und in Microsoft Word (mit dem Duden-Korrektor) oder (optimalerweise) ausgedruckt korrigieren. Dazu gibt es auch die Möglichkeit, für jedes Segment ein Kommentarfeld auszufüllen. dieser Kommentar wird nach dem Korrekturdurchgang zusammen mit den korrigierten Segmenten importiert. Durch diese Korrektur können “saubere”, zumindest aber gepflegtere TMs gewährleistet werden. Bei den ersten Versionen von 4.2 kam es noch zu Problemen, wenn das RTF mit OpenOffice geöffnet und bearbeitet wurde (weder der Quelltext auf der linken Seite noch die Nummerierung dürfen geändert werden). Außerdem bleiben nicht immer alle Quelltextsegmente von der Rechtschreibprüfung ausgenommen, das ist recht ärgerlich. Ebenso ist ein Re-Import oder Update nur im ursprünglichen memoQ-Projekt möglich. Unterm Strich bietet nun auch memoQ mit dieser Funktion etwas, was ehedem ein Alleinstellungsmerkmal von DéjàVu war.
- Bessere Projektübersicht und -verwaltung in der Freelancer-Version. Etwas unglücklich ist die nicht konsistente Oberfläche, wenn ein Projekt geöffnet ist und ein anderes, älteres Projekt öffnet.
- Das Dashboard in memoQ öffnet neben einer Liste der letzten Projekte auch einen Newsfeed. Es informiert zuden darüber, ob die aktuelle Version verwendet wird. Diese Lösung ist insgesamt angenehmer und besser als bei den Versionen 2.x und 3.x.
- Der Import und Export als vollständiges Projekt (mit allem, also auch TM und TB) ist seit 4.0 nicht mehr möglich. Stattdessen muss man auf andere bilinguale Formate (doc oder mbd) ausweichen, oder eben die Serverversion erstehen, um “Handoff Packages” erstellen zu können. Das bedeutet also unter Umständen, dass man einem Kollegen neben dem dokument noch eine exportierte TM und TB zusenden muss. Das ist kein Beinbruch, aber umständlich.
- Mit Version 4.2 werden auch Terminologie-Plugins eingeführt, die einen Anschluss an Online-Wörterbücher ermöglichen. Bislang ist dies nur EuroTermBank, mit bislang fast gar keinen Konfigurationsmöglichkeiten. Es wird empfohlen, das Plugin zu deaktivieren oder – muss es denn sein – die Option “Nur exakte Treffer” auszuwählen, wird man doch andernfalls mit Treffern überschüttet.
- Die Optionen sind nun kompakter gestaltet, dafür aber umständlicher in der Bedienung. Bevor man eine Ressource ändert, muss man zunächst eine Kopie dieser Ressource anlegen. Immerhin ist das ein narrensicheres Verfahren, falls man hinterher doch lieber wieder die Standardeinstellungen verwenden möchte.
- Die Rechtschreibprüfung mit Hunspell ermöglicht eine Korrektur bei Eingabe. Jedes (vermeintlich) falsch geschriebene Wort wird wie in einer Textverarbeitung mit einer roten Wellenlinie gekennzeichnet. Mit der optionale Rechtschreibprüfung von MS Office funktioniert das leider nicht. Zudem lassen sich verschiedene Auslasslisten definieren und für jedes Projekt aktivieren.
- Eine fundamentale Funktion der ansonsten pflegeleichten und auch flexiblen TB-Verwaltung fehlt. Zwar kann die Terminologiefunktion wunderbar zwischen Groß- und Kleinschreibung unterscheiden – womit zum Beispiel einem Begriff oder einer Abkürzung “TEST” in Großbuchstaben eine andere Übersetzung zugeschrieben werden kann als dem Wort “Test” (und mit Prä- und Suffixen geht sogar noch viel mehr). Aber weit häufiger ist der Fall, dass ein Begriff sowohl in Groß- als auch in Kleinschreibung verwendet wird – hier zum Beispiel “TEST”, “Test” und “test”, und genau das geht mit der Standardeinstellung von memoQ nicht. Dies bedeutet, dass man anstelle von Ctrl-Q den Befehl Ctrl-E eingeben muss und in einem Auswahlmenü etwas ändern muss. Gut, das ist jetzt ein Luxusproblem, aber es ist ärgerlich. Und es nervt. Es würde ja ausreichen, jeweils die letzte Einstellung der TB zu speichern.
- Unter der Haube hat sich seit unserer letzten Besprechung natürlich unglaublich viel getan, das heißt zum Beispiel verbesserte und neue Importfilter (Office 2007, Adobe InDesign CS4), AutoSuggest-Funktion und und und.
Grundsätzlich beschreitet Kilgray mit memoQ weiterhin den richtigen Weg. Die Benutzeroberfläche wurde in den letzten Jahren auch bei Wordfast (Pro) und SDL Trados 2009 eingeführt. Hinzu kommt ein weiterhin sehr aktiver und bemühter Support (‘bemüht’ im positiven Sinne des Wortes) – vor allem über die Mailingliste, aber auch individuell per E-Mail. Interessant wird noch das Terminologie-Plugin und die zukünftigen Möglichkeiten, dieses Werkzeug auf die eigenen Bedürfnisse fein abzustimmen.
Dieser kurze Artikel ist natürlich subjektiv und legt den Schwerpunkt auf die Aspekte und Funktionen, die für mich wichtig sind bzw. im Arbeitsalltag am häufigsten verwendet werden. Disclaimer: Ich haba in den letzten Jahren mehrfach kleinere Aufträge für Kilgray durchgeführt.
Zalando spammt mit Paketen
Hallo Zalando,
ich finde es nicht lustig, ein leeres Paket mit einem Schuhkarton von Dir zu erhalten, in dem ein spaßiger Brief mir suggeriert, dass es jetzt neue Schuhe bei Dir gäbe. Gar nicht lustig. Vor allem frage ich mich, woher Du die Adresse hast. Im Zweifelsfall vermutlich von einem ukrainischen Adressenhändler, dessen Cousin 33. Grades der schmierige Werbefuzzi ist, der Euch diese dümmliche Kampagne eingeflüstert hat.
Für die rechtlich zumindest fragwürdige Verwendung meiner Adresse gibt es ja dann immerhin das hier, das spart Zeit und Nerven und zeigt dem geneigten Verbraucher auch mal, ob und wie eine billige Internetklitsche auf seine gröbsten Verstöße gegen Datenschutz und Wettbewerbsrecht reagiert.
Onlinehandel ist eine nette Sache, aber Ihr habt zielsicher einen der Wege genommen, gleich aus der Schar potenzieller Händler gekickt zu werden.
Euer Nichtkunde
Krake Paul geht in die Übersetzerbranche
Der Krake Paul) hat jetzt anscheinend einen neuen Job.
Über das Ergebnis der Partie ist (noch) nichts bekannt – die einen munkeln über einen haushohen Sieg, andere von einem knappen Elfmeterschießen.
Wer’s braucht… (via)
Wie übersetze ich ttx-Dateien ohne Trados?
Sicherlich eine der beliebtesten Anfragen. Mit dem Erscheinen von Trados Suite 2009, das ttx-Dateien nicht mehr umfassend unterstützt, wird sich diese Frage in mehreren Jahren allerdings nicht mehr stellen.
Es gibt zwei grundlegende Möglichkeiten.
Arbeiten ganz ohne Trados
- Dieser Weg führt mit Sicherheit über PlusToyz. Mithilfe der Makros in diesem Word-Dokument können ttx-Dokumente in Word-Tabellen umgewandelt werden – und wieder zurück.
- Im CAT-Tool across können ttx-Dateien in TM importiert werden. Es gibt jedoch meines Wissens kein gangbares Prozedere, um die ttx-Dateien mit across zu übersetzen.
- Alle wichtigen Wettbewerber (DéjàVu, Heartsome, memoQ, Wordfast Pro 2.4 – sogar OmegaT) ermöglichen die direkte Übersetzung präsegmentierter ttx-Dateien. Man bittet also entweder den Kunden, die Datei mit Trados zu präsegemntieren oder führt diesen Schritt selber durch (siehe unten).
Arbeiten mit der Trados 2007 Demoversion
- Besorgen Sie sich die Installationsdatei. Bis vor zwei Jahren gab es die gegen Registrierung bei SDL, inzwischen hilft nur noch Google. Die Installation ist 30 Tage voll funktionsfähig, anschließend können TMs mit maximal 50 Übersetzungseinheiten geladen werden. Für unsere Aufgabe ist das kaum relevant, da ttx auch mit leeren TM präsegmentiert werden können.
- Starten Sie Translator’s Workbench. Erstellen öder öffnen Sie eine Translation Memory (Menü Datei > Neu …). Um eine ttx-Datei zu präsegmentieren, müssen Sie den Befehl Extras > Übersetzung … starten.
- Ziehen Sie die ttx-Datei in das Feld “Zu übersetzende Dateien”. Aktivieren Sie das Kästchen “Unbekannte Sätze segmentieren”.
- Wenn Sie den Vorgang mit “Übersetzen” starten, werden die 100%-Treffer aus der TM bereits in das ttx eingefügt. Sollten Sie den Wert im Feld “% oder höherer Match-Wert” von 100 auf 60 herabsetzen, so werden auch Fuzzies aus der TM eingefügt. Der Trefferwert in % sollte später im CAT-Tool Ihrer Wahl neben dem entsprechenden Segment angezeigt werden. Bedenken Sie bitte, dass nach Ablauf des Testzeitraums (d.h. 30 Tage) können Sie nur noch TMs mit maximal 50 Einheiten geladen werden können.
- Das präsegmentierte ttx kann nun in das CAT-Tool eigener Wahl importiert und bearbeitet werden. Anschließend wird es exportiert – voilà.
- Es ist nicht nur eine Glaubensfrage, ob man das ttx des Kunden übernimmt. So ist vielleicht das ttx des Kunden schlicht nicht zu gebrauchen, oder man benötigt oder möchte für die Endkorrektur eine gecleante (einsprachige) Endversion (manchmal erhält man ohnehin nur ein PDF und eine ttx-Datei). Denn eine “fertige”, einsprachige Datei kann man nur erstellen, wenn die Ausgangsdatei – also z. B. ein Word-Dokument – unter dem Dateipfad abgelegt und zugänglich ist, die in der ttx-Datei gespeichert wurde (in einer der ersten Zeilen).
- Um ein eigenes ttx zu erstellen, öffnet man den Tag Editor, zieht die Datei hinein und speichert. Die ttx-Datei wird im gleichen Ordner wie die Quelldatei abgelegt. Man muss darauf achten, dass zu diesem Zeitpunkt in der Translator’s Workbench eine TM mit der richtigen Sprachkombination geöffnet ist. Andernfalls erfolgt nicht nur eine u. U. fehlerhafte Segmentierung, sondern es wird auch eine falsche Sprachkombination im ttx gespeichert.
- Wer mit dem ttx eine Trados TM als *.tmw erhält, muss den Kunden um einen Export im TMX- oder Textformat bitten. Das TMX-Format lässt sich im normalfall problemlos importieren, ein Export im txt-Format kann mithilfe des Programms ApSIC XBench in tmx umgewandelt werden.
- Das Format ttx ist keine Hexerei, sondern eine normale XML-Datei, die mit einem Texteditor geöffnet wrden kann. Auf diesem Weg lassen sich Sprachkombination oder Pfad der Quelldatei problemlos ändern.
Anmerkungen und Hinweise zu dieser Anleitung nehme ich gerne entgegen.
Translation Office 3000 - lohnt sich das?
Advanced International Translations sind die Hersteller der Software Translation Office 3000. Die teilweise etwas überschwängliche Werbung verstellt mit ihrem Stil vielleicht das, was sich hinter diesem Programm verbirgt: Projektmanagement, CRM-Management, Adressverwaltung, Buchhaltung. Alle Funktionen dieses Programms im Detail zu beschreiben, würde zuviel Zeit kosten.
Größter Vorteil:
Man kann eigentlich fast alles nach Belieben einstellen, ergänzen, ändern.
Größter Nachteil:
Man muss eigentlich fast alles einstellen, ergänzen, ändern, damit es richtig funktional beziehungsweise ansehnlich wird (das gilt vor allem für die Rechnungsvorlagen).
Die Software zwingt mit sanftem Druck zu einer systematischen Arbeitsweise. Für jedes Projekt wird (optional) ein Verzeichnis mit den Unterverzeichnissen für eingehende, ausgehende und Arbeitsdateien erstellt. Ebenso werden Ordner für jeden einzelnen Kunden angelegt. Sämtliche dieser Verzeichnisse (Pfad, Name, Menge) lassen sich recht einfach an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Doch gerade bei Berichten und Rechnungsvorlagen muss man manchmal beide Ärmel aufkrempeln und sich nicht zu schade sein, mit den Variabeln herumzubasteln.
Seit diesem Jahr ist die Software auch in deutscher Sprache verfügbar. Leider haben sich – und das ist bei der Zielgruppe besonders peinlich – einige Übersetzungsfehler eingeschlichen. So wurde das englische “quote” mit Anführungszeichen übersetzt, obwohl es doch nicht mehr als ein “Angebot” sein sollte. Diese Schnitzer werden in den nächsten Monaten durch die Rückmeldungen der Benutzer sicherlich behoben werden können.
Im Programm enthalten ist das Zählprogramm AnyCount. Ob das nun ein Vorteil ist oder nicht, soll jeder für sich beantworten, ich verwende es allerdings nicht.
Wunschliste:
- teilweise eine bessere Verlinkung der verschiedenen Registerkarten und Bildschirmmasken. Mit ein wenig Übung kein Problem, für den Anfänger aber sicher verwirrend.
- komplexere Backup-Funktion mit regelmäßigen Backups
- mehr Vorlagen, auch bei den Berichten (Umsatzsteuer-Voranmeldung), evtl. auch als Download
- Möglichkeit, die automatische Rechnungsstellung auf das Monatsende einzustellen (bislang geht nur “nach x Tagen” bzw. “bei Erreichen der Summe x”.
- alle Optionen in ein Menü packen und nicht mehr auf vier Menüpunkte verteilen
Fazit:
Ja, dieses Programm lohnt sich und ist (fast) ein Muss für jeden Kollegen. Es kostet ein wenig Arbeit und Zeit, das Programm an die eigenen Ansprüche und Bedürfnisse anzupassen. Hat man diesen Schritt allerdings bewältigt, so verfügt man über ein überaus sinnvolles und funktionales Programm, das aus dem Arbeitsalltag kaum wegzudenken ist. Ferade diese Anpassungsfähigkeit in vielen Details machen den Charme dieses Programms aus.
Vor diesem Hintergrund ist der Preis von derzeit 189 Euro (es gibt fast laufend Sonderangebote auf den einschlägigen Portalen) mehr als gerechtfertigt, gerade auch, weil Translation Office 3000 über eine “normale” Buchhaltung weit hinausgeht.
Es gibt übrigens eine Demoversion, die auf 30 Tage und 50 Kunden beschränkt ist.
Back in town
Nach ziemlich genau einem Jahr Stillstand und Schweigen im Walde ein kleiner Ping, verbunden auch mit der Aussicht auf weiteres Leben auf diesem Server. Allerdings meist kürzere, schnellere Artikel und mehr Sach- als Lachgeschichten, heißt also mehr Textpattern, mehr Textkritik, mehr Übersetzung und ein bisserl Softwarekritik als Mix aus allem.
Soll nicht zum Schaden der verbliebenen beiden Leser sein.
roxomatic

